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Heimat- u. Verkehrsverein Holtgast e. V. - Norder Landstr. 35 - 26427 Holtgast - Tel. / Fax 0 49 71 - 92 68 14 / 92 68 34 |
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Die Nordsee-ServiceCard (NSC) Umland benachteiligt Gäste aus dem Hinterland der Nordseebäder Der Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Holtgast (HVV) befasste sich auf seiner jüngsten Sitzung mit zahlreichen Beschwerden seiner Vermieter bezüglich der Einführung der Nordsee-ServiceCard (NSC) Umland durch die niedersächsischen Nordseebäder. Hierzu werden aus der Samtgemeinde Esens neben Neuharlingersiel und Esens-Bensersiel auch Werdum gezählt. Diese NSC-Karte benachteiligt Binnenlandsgemeinden wie Dunum, Holtgast, Moorweg oder Stedesdorf, weil Urlauber aus diesen Orten den anderthalbfachen Preis der Küstenbadeorte zahlen sollen. Selbst bei Kurzaufenthalten werden den Gästen aus diesen Dörfern für diese Karte mindestens sieben Tagessätze abverlangt, egal ob Leistungen der Küstenbäder in Anspruch genommen wurden oder nicht. Diese
Vorgehensweise kann nach Ansicht des HVV Holtgast nicht
unwidersprochen hingenommen werden. Die meisten Besucher von
Binnenlandsgemeinden wie Holtgast interessieren sich für einen Urlaub
auf den Reiter- und Bauernhöfen oder wollen ihre Freizeit individuell
mit dem Fahrrad oder auf andere Weise gestalten. Dafür brauchen sie
in der Regel keine Kurkarten. Dazu kommen dann wenn die Küstenbäder
belegt sind, zeitweilig weitere Besucher. An diese Gäste hat der HVV
Holtgast in den letzten Jahren in Kooperation mit dem Kurverein
Esens-Bensersiel Kurkarten ( 2,50 € / Tag für Erw.) in der Seit
Einführung der NSC-Umland Karte in diesem Jahr besteht dafür kein
Bedarf mehr. Auf Nachfrage beklagten sich die Gäste immer wieder über
die unangemessene Kostenerhöhung für die Hinterlandgemeinden. Statt
der nun verlangten 26,25 € für einen Erwachsenen, egal ob er einen
Tag oder eine Woche bleiben möchte, bezahlen diese Gäste im
Bedarfsfall lieber den Eintrittspreis für den Strand. Die Vermutung,
dass dies von den Gästen in anderen Gemeinden südlich von Esens ähnlich
gesehen wird, liegt nahe. Nach
dieser negativen Entwicklung kommt natürlich die Frage nach dem Sinn
für die Einführung dieser Karte auf, mit der im Tourismus das sonst
so gute Einvernehmen gestört wird. Wie sollen z.B. künftig
Ratsvertreter aus den Südgemeinden für eine Bezuschussung von Maßnahmen
an der Küste stimmen, wenn diese nur noch einseitig den dortigen
Badeorten nützen? Für den Erhalt der Einheit der Samtgemeinde Esens
ist es wichtig, dass auch Gemeinden wie Dunum, Holtgast, Moorweg und
Stedesdorf weiterhin gute Entwicklungschancen behalten. Dazu gehört
auch, dass man den Bewohnern die Möglichkeit für einen bescheidenen
Zuverdienst im Fremdenverkehr bietet. Da diese Dörfer weder über
eine Tourismusinfrastruktur noch über eine Zertifizierung z.B, als
anerkannter Erholungsort verfügen, besteht keine Handhabe für einen
eigenen Kurbeitrag. Daher kann man hier bestenfalls mit einem kleinen
Kostenvorteil bei den Übernachtungspreisen für sich werben. Dies
ist den Verantwortlichen der Kurvereine an der Nordseeküste offenbar
ein Dorn im Auge. Mit der Abzocke durch die NSC-Umlandkarte für
Hinterlandgemeinden, gegen die sich diese noch nicht einmal wehren können,
will man offenbar bei der Gier nach immer mehr Vermietungstagen,
diesen auch noch die letzten Gäste abjagen. In diesem Zusammenhang
muss für den Bereich der SG Esens auch die Rolle des Samtgemeindebürgermeisters
Jürgen Buss hinterfragt werden. Wie kann er eigentlich seiner
wichtigsten Verpflichtung, für alle Einwohner der Samtgemeinde Esens
gleichermaßen da zu sein, nachkommen, wenn er in seiner zweiten
Funktion als Kurvereinsvorsitzender von Esens-Bensersiel die Einführung
diese NSC-Umlandkarte duldet oder fördert? Der
Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins Holtgast e.V. hat vor diesem
Hintergrund in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass künftig in
der hiesigen hhh |
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Letzte Änderung: 16. Juli 2010